NEXT CHAPTER / BOOKSEine alternative Bestimmung book coverScience Fiction

Science Fiction · Time Travel

Eine alternative Bestimmung

Übersetzt von Tina Goldberg

Eine weltweite Pandemie hat die Menschheit an den Rand des Untergangs gebracht.

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THE STORY

About the book

Tropes

Eine weltweite Pandemie hat die Menschheit an den Rand des Untergangs gebracht. Städte sind verödet, Generationen werden brauchen, um überhaupt wieder Hoffnung zu fassen. Zwei Wissenschaftler wagen dennoch einen verzweifelten Plan: Jemand soll in die Vergangenheit reisen, um den verhängnisvollen Unfall zu verhindern, der den tödlichen Erreger freigesetzt hat. Doch jede Zeitreise endet tödlich – für jeden, der sie versucht.

Ihre Lösung ist ebenso kühn wie erschreckend: Sie erschaffen ein Wesen, das den Übergang zwischen Zeitlinien überleben kann. Devin Baker, geboren für eine einzige Aufgabe, steht plötzlich im Zentrum eines Experiments, das die Zukunft der gesamten Welt bestimmen wird. Doch mit der Mission kommt auch eine Wahrheit ans Licht, die sein Selbstverständnis erschüttert.

Zwischen Hoffnung und Verzweiflung, zwischen Vergangenheit und Zukunft muss Devin nicht nur gegen Gefahren kämpfen, die weit über sein Vorstellungsvermögen hinausgehen. Er muss auch mit einem Teil seiner eigenen Geschichte konfrontiert werden, dem er bisher auszuweichen versuchte. Sein Weg wird entscheiden, ob die Menschheit eine neue Chance erhält – oder endgültig verloren ist.

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Im Jahr 2015
Es war ein warmer Sommerabend. Der fünfzehnjährige Devin Baker und sein bester Freund, Sawyer Gomez, fuhren mit ihren Fahrrädern auf der State Street Richtung Norden. Sie hatten gerade die Kirche Hill Side Community Church verlassen, wo sie mit über dreißig anderen Kindern und den Betreuern an einer Veranstaltung einer Jugendgruppe teilgenommen hatten. Meistens machte Devin die fünf Kilometer lange Fahrradfahrt Spaß. Trotzdem freute er sich auf nächstes Jahr. Dann würde er seinen Führerschein haben und könnte für den Ausflug den blauen 1979er Ford Mustang nehmen, den er und sein Vater das letzte Jahr über aufgebaut hatten.
Nachdem die Jungs die Kirche verlassen hatten hielten sie auf dem Heimweg beim örtlichen Supermarkt an. Sie kamen jede Woche her, um einen Imbiss für die Rückfahrt zu kaufen.
Sie stellten ihre Fahrräder in der Nähe der Tür ab, abseits der Tanksäulen. Wie immer nahm Devin eine Flasche süßen Eistee und eine kleine Tüte Doritos und Sawyer nahm eine abgepackte Eistüte.
Der Kassierer, ein fülliger, zur Glatze neigender Mann, lächelte als er sie sah. „Ich habe mir schon gedacht, dass ich euch beide heute Abend sehen würde. Jeden Mittwoch die gleiche Bestellung.“
„Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern“, sagte Sawyer.
Die Jungs lächelten und gingen zurück zu ihren Rädern.
Mit den Naschereien in den Händen setzten sie ihren Weg fort. Sawyer fuhr einhändig während er sein Eis aß. Sie fuhren über die Ampel und einen langen, gewundenen Hügel hinunter. Als nächstes würden sie am Teich vorbeikommen, wo sie im Winter immer alle Eislaufen gingen. Sie fuhren den Hügel hinab und wurden schneller. In letzter Sekunde sah Sawyer einen kleinen Ast auf der Straße vor ihm. Er hatte keine Zeit mehr, ihm auszuweichen, und er hätte es vermutlich auch nicht versucht, wenn er ihn früher gesehen hätte. Er war gar nicht groß. Als er über ihn fuhr verlor er ein bisschen das Gleichgewicht. Kein Problem für einen Teenager, der sich auf seinem Fahrrad wohlfühlte, aber er hatte sich auf sein Eis konzentriert und so etwas nicht erwartet. Erschrocken griff er mit der anderen Hand nach dem Lenker. Die Eistüte zerbrach und traf seinen Oberschenkel bevor sie zu Boden fiel. Sawyer gewann die Kontrolle mit Leichtigkeit zurück und bremste nicht einmal ab. Trotzdem war er sauer, weil er sein Eis verloren hatte, das er noch nicht einmal zur Hälfte gegessen hatte. Jetzt war seine Hand klebrig, weil seine Nascherei zerbrochen war während er sie festgehalten hatte, und auf seiner Hose war ein großer breiiger Klecks. Am Schlimmsten war, dass Devin es gesehen hatte und die ganze Sache lustig fand.
„Gut gemacht! Fährst du heute zum ersten Mal Fahrrad?“
„Halt die Klappe! Da war etwas auf der Straße.“
„Der kleine Zweig? Sieht eher aus, als könntest du nicht Fahrrad fahren.“ Devin lachte.
Sawyer antwortete nicht gleich, sondern schmollte, weil es ihm peinlich war und er seine Eistüte verloren hatte.
Nach einer Minute sagte er: „Kann ich ein paar Doritos haben? Ich habe mein Eis verloren und ich habe Hunger.“
„Klar.“ Devin beschleunigte, um neben seinen Freund zu kommen, während sie auf die Kurve zufuhren, die um den Teich herum führte.
Er fuhr neben Sawyer und hielt ihm seine Tasche hin, die gleiche Übergabe, die die Jungs schon viele Male gemacht hatten. Sawyer nahm die Tasche und fuhr ein bisschen zu nah an seinen Freund heran. Devin reagierte, indem er nach links beidrehte, dabei fuhr er genau über die Mittellinie, während sie in die Kurve einbogen. Zur gleichen Zeit kam ein Auto aus der entgegengesetzten Richtung um die Kurve und fuhr ebenfalls über die Mittellinie. Devins Rad traf die Frontecke des Autos und er stürzte auf die Windschutzscheibe bevor er auf die Straße heruntertaumelte. Er blieb lange genug bei Bewusstsein, um zu fühlen, wie sein rechter Oberschenkelknochen brach und sein Kopf auf den Gehweg aufschlug.

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